Wasserverbrauch im Haushalt

Die Gebrauchsgewohnheiten für Wasser in privaten Haushalten unterscheiden sich nach der Wasserverfügbarkeit eines Landes und dem Zustand der Versorgungsnetze. Die Industrienationen weisen allgemein eine hohe Anschlussquote an die öffentliche Trinkwasserversorgung und damit eine hohe Verfügbarkeit von Wasser in den Haushalten auf. Daher entfallen auf Wasserverwendungen wie Toilettenspülung, Hygiene und Körperpflege oder Wäsche deutlich größere Anteile des Gesamtwassergebrauchs als in Entwicklungsländern. Menschen, die vier Stunden laufen müssen, um ihre Tagesration Wasser zu holen, wie in vielen Wasserarmutsländern der Fall, nutzen dieses Wasser nicht für die Badewannen oder für die Toilettenspülung, zumal es diese Einrichtungen in den dortigen Haushalten zumeist gar nicht gibt. Wegen der hohen Komfort- und Hygienestandards in Industriestaaten verbrauchen Haushalte dort oft zehnmal so viel Wasser wie in Entwicklungsländern. Daneben kommt in vielen Industriestaaten auch noch unachtsamer Umgang mit der Ressource Wasser als Grund für den hohen Wassergebrauch hinzu. Insbesondere in Staaten mit geringen Wasservorräten oder/und Trockenheit, wozu in der EU in erster Linie Länder wie Spanien, Malta, Zypern, Italien zählen, werden die Menschen ihre Verbrauchsgewohnheiten zukünftig anpassen müssen. Textauszug der Wikipedia-Enzyklopädie.

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